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Unter maßgeblicher Beteiligung von Heinz-Dieter Sütterlin beschloss die Dorfjugend 1972 erstmals an  der Zeller Fasnacht aktiv zu werden und mit einer großen Abordnung in der Zeller Stadthalle den neuen Hürus Dieter von der Ochsenschlucht (Dieter Zimmermann) und dem FGZ- Präsidenten Hans Fräulin ihre Aufwartung zu machen. Hans Fräulin hatte die Riedicher Dorfjugend mit einem Fass Bier nach Zell gelockt, welches bereits auf dem Berg ausgetrunken wurde. Später wurde es mit frischem Riedicher Quellwasser gefüllt und wieder an den FGZ- Präsidenten zurück gegeben. Dies war der Beginn der Bergvogtei Riedichen.

 

Am 11. Januar 1973 kam es zur offiziellen Gründungsversammlung im Gasthaus Sonne, in der Heinz-Dieter Sütterlin einstimmig zum ersten Bergvogt der neuen Vogtei gewählt wurde. Ebenfalls im Gasthaus Sonne wurde kurz nach der Gründung, erstmals einen „Chappeobe“ durchgeführt und am Fasnachtsumzug teilgenommen. Mit den Angewiiber wurde gleich eine eigene Maskengruppe gegründet.


Der „Chappeobe“ fand bis 1977 im Gasthaus Sonne statt. Seit 1978 wird er im Bürgersaal durchgeführt, in dem die Bergvogtei auch einen eigenen Fasnachtsraum besitzt, der für Sitzungen und als Lagerraum für Kostüme und Fasnachtsutensilien dient.

 

Der größte Erfolg der Wagenplatzierungen war 1984 mit dem Thema „Glaubet numme nit an Hexe“, mit dem der erste Preis beim Umzug erreicht wurde, was bis dahin nur Zeller Vogteien gelang. Als dies bekannt wurde, schlug der damalige stolze Vogt Rudolf Rümmele, das seit Jahren nicht mehr erklungene „Dorfglöckli“ auf dem Dach des alten Rathauses an, damit auch jeder im Dorf die freudige Nachricht erfuhr.

 

Wie auch heute noch wurden die Wagen im Dorf gebaut. Zwischenzeitlich wurde die Glaserei Engler in Atzenbach als idealer Riedicher Wagenbauschopf umfunktioniert.

 

Traditionell werden jährlich am Samstag nach Fasnacht beim Riedicher "Schiibefür" Schiibe ins Tal geschlagen. Früher wurde es auf der "Stelli" ausgetragen, heute auf dem "Chrüzbüehl".