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Wie kam es zur Maskengruppe?

 

 

Die Maskengruppe, genannt die Angewiiber, erinnern Fasnacht für Fasnacht an jene Riedicher Frauen, die Woche für Woche mit einer „Zaine“ voll Butter ins Tal hinab gingen, um ihre Butter zu verkaufen, um das bescheidene Einkommen aufzubessern.

 

Bereits im Gründungsjahr der Bergvogtei 1973 wurden die Angewiiber ins Leben gerufen. Unterstützt wurden die Narren vom damaligen FGZ- Präsident Hans Fräulin. Er beriet die Riedicher bei der Gestaltung des neuen „Hääs´“. Holzmasken anzuschaffen war anfänglich finanziell unmöglich. 1977 kam eine Idee auf, wie die Masken zu finanzieren waren. Rudolf Rümmele entwarf ein Butterfass in Miniatur, das dann von den Mitgliedern in großer Stückzahl produziert wurde. Dieses Fass wurde anschließend an die Gesellschaft und an viele Riedicher Feriengäste verkauft. Zum ersten Chappeobe im Bürgersaal im Jahre 1977 konnten die Angewiiber das neue Kostüm erstmals vorstellen. Der Entwurf stammt von Kurt Winkler.

 

Die Maske zeigt ein freundliches, buttergelbes Gesicht einer Bäuerin mit leuchtend roten Wangen. Wie die „originalen Angewiiber“ hat die Maskengruppe eine „Zaine“ voll mit „Angeschnitte“, die an die Besucher und Zuschauer des Zellers Fasnachtsumzuges verteilt werden. Zur Wärmung wird auch selbsthergestellter Schnaps ausgeschenkt.

 

Heute umfassen die Angewiiber 16 Maskenträger und zehn bis zwölf kleine Angewiiber. Sowohl Frauen als auch Männer sind unter den Masken versteckt. Die Angewiiber laufen, unter der Anführung des „Oberangewiib“ Andreas Berger an den Zeller Umzügen, sowie an Nachtumzüge und Narrentreffen mit.